Bio-Stoffe verbinden kreative Nähprojekte mit nachvollziehbaren Anforderungen an die Herkunft und Herstellung der verwendeten Fasern. Entscheidend ist dabei die jeweilige Kennzeichnung: Zertifizierungen und Standards geben Auskunft darüber, welche Kriterien ein Stoff erfüllt – etwa beim ökologischen Anbau der Rohfasern oder bei weiteren Verarbeitungsschritten.
Dabei ist Bio-Stoff nicht gleich Bio-Stoff. Ob Jersey, Musselin, Sweat oder Baumwollstoff: Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten richten sich nach der jeweiligen Stoffart. Die Bio-Kennzeichnung gibt zusätzlich Auskunft über Herkunft und Herstellung.
Bio-Stoffarten
Bio Jersey – weich & elastisch
Bio-Jersey ist eine weiche, dehnbare Maschenware und eignet sich besonders für bequeme Kleidung, die Bewegungen mitmachen soll. Shirts, Kleider, Leggings sowie Baby- und Kinderkleidung gehören zu den klassischen Nähprojekten.
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Bio-Musselin – leicht & luftig
Bio-Musselin zeichnet sich durch seine leichte, weiche Qualität und die charakteristische gekreppte Oberfläche aus. Der luftige Stoff eignet sich für lockere Blusen, Kleider und Sommerbekleidung ebenso wie für Tücher, Babytextilien und leichte Accessoires.
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Bio-Sweat – weich & wärmend
Bio-Sweat besitzt mehr Substanz als Jersey und eignet sich dadurch besonders für gemütliche Freizeitkleidung. Je nach Qualität ist die Rückseite glatt oder weich angeraut – ideal für Hoodies, Sweatshirts, Jogginghosen und bequeme Kinderkleidung.
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Bio-Qualitäten
Bio-Fasern (kbA) – aus ökologischem Anbau
Bei Bio-Stoffen können Naturfasern aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) stammen. Bei Bio-Baumwolle gelten beispielsweise Vorgaben für den Anbau, die unter anderem gentechnisch verändertes Saatgut sowie bestimmte synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel ausschließen.
GOTS – vom Rohstoff bis zur Verarbeitung
Der Global Organic Textile Standard (GOTS) geht über den biologischen Anbau der Fasern hinaus. Er definiert ökologische und soziale Anforderungen entlang der textilen Verarbeitungskette und kontrolliert deren Einhaltung durch unabhängige Zertifizierungsstellen.
OEKO-TEX – auf Schadstoffe geprüft
Der OEKO-TEX STANDARD 100 kennzeichnet Textilien, die auf eine umfangreiche Liste regulierter und nicht regulierter Schadstoffe geprüft wurden. Dabei gelten umso strengere Anforderungen, je intensiver der vorgesehene Hautkontakt ist.